Interview: Beat Forster Interviews

06. Juni 2017 – Der Transfer von Beat Forster hat schweizweit für Aufsehen gesorgt. Im Interview erklärt er seine Beweggründe für den Wechsel zum EHCB.

Ciao Beat, willkommen in Biel! Hast du dich nach neun Jahren in den Bündner Bergen im Mittelland schon etwas eingelebt?
Vielen Dank für das willkommen heissen. Das Einleben im Mittelland wird erst ab Juli folgen, da ich bis dahin noch in Davos wohne und auch hier trainiere. Natürlich immer unter Rücksprache mit den Verantwortlichen des EHC Biel und deren Trainingsplan. Der Grund dafür ist, dass meine Kinder das Schuljahr in Davos beenden und die ganze Familie dann in den Sommerferien ins Mittelland umzieht.

Wie sind die ersten Wochen mit dem EHC Biel verlaufen?
Mein Sommertraining für die kommende Saison habe ich bereits am 10. April begonnen und konnte seit diesem Zeitpunkt nur positive Erfahrungen sammeln. Der EHC Biel ist äusserst professionell und kompetent in jeder Hinsicht.

Du triffst in Biel auf einige ehemalige Mitspieler wie Mathias Joggi, Jan Neuenschwander und Jonas Hiller. Hiller und du stammen beide aus dem Appenzell und der Juniorenabteilung des SC Herisau. Wie wichtig sind solche Bezugspersonen bei einem Clubwechsel?
Es ist immer schön, wenn man bereits einige Mitspieler im neuen Team kennt. Matthias Joggi war mein Verteidigungspartner in Davos und wir kennen uns sehr gut. Natürlich habe ich vor meinem Entscheid, zum EHCB zu wechseln mit ihm darüber gesprochen. Jonas Hiller kenne ich seit Kindertagen und ich freue mich, wieder mit ihm zusammen spielen zu dürfen.

Trotz deiner eindrücklichen Karriere ist der EHC Biel erst dein dritter Club in der NLA. Mit was erklärst du dir diese Beständigkeit? Wie wichtig ist dir Kontinuität?
Auch wenn sich das heutige Leben sehr vielseitig gestaltet, sind Beständigkeit und Kontinuität etwas sehr Wichtiges. Gerade im Mannschaftssport ist es enorm hilfreich, wenn man ein eingespieltes Team ist.

Dein Transfer vom HCD ins Seeland sorgte schweizweit für Aufsehen. Was hat dich zu deinem Wechsel zum EHCB bewogen?
Wenn ein langjähriger Spieler den Club wechselt, sorgt dies meist für etwas Aufsehen. Bei mir war dieses Aufsehen vielleicht etwas grösser, weil niemand mit einem Wechsel gerechnet hat. Dieser Clubwechsel war ein längerer Prozess und schlussendlich musste ich aus all den möglichen Optionen die Beste für mich heraussuchen und diese war ganz klar Biel. Es ging mir keineswegs darum, wo ich am meisten Geld verdienen kann, sondern wo die sportliche Herausforderung für mich am Grössten ist. Der EHC Biel hat sehr viel Potenzial in der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass wir sportlich sehr Vieles erreichen können, auch aufgrund des sehr guten Trainerstaffs. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit den jungen Spielern, welche mir grosse Freude macht. Es ist schön zu sehen, wie die jungen Spieler sich entwickeln.

Ihr steht mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Mit welchen Zielen willst du das erste Jahr in Biel angehen?
Ich bin noch nie in eine Saison gestartet ohne das Ziel zu haben, Schweizer Meister zu werden. Mit dieser Einstellung gehe ich auch in die kommende Saison. Als Erstes muss ein Playoffplatz gesichert werden und wenn man erst einmal in den Playoffs ist, beginnt alles von Null und es ist alles möglich. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Mannschaft viel Erfolg haben werden und freue mich enorm darauf.

Interview: Mirio Woern
Foto: Maurice Parée

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