Interview: Damien Riat Interviews

17. September 2018 – Wir präsentieren den EHCB-Fans auf unserer Website die Neuzuzüge auf die kommende Saison: Heute stellt sich Damien Riat vor.

Hallo Damien, wie geht es dir? Gut erholt von deiner Verletzung ? Konntest du normal trainieren?
Mir geht es gut, danke. Ja, ich bin zufrieden, ich spüre keine Schmerzen mehr an meinem Fuss. Ich bin erleichtert, dass ich die Saison richtig beginnen und wieder in Bestform kommen kann. Ich habe im Kraftraum hart gearbeitet und trainiere seit zwei Wochen mit ohne Einschränkungen. 

Im vergangenen Frühjahr hast du an der Weltmeisterschaft in Kopenhagen teilgenommen. Wie hast du diese Wochen mit der Nationalmannschaft erlebt?
Es waren viele gemeinsame Wochen bis zu diesem Finale, wo wir dem Sieg sehr nahe kamen. Ich denke, dass jeder viel aus diesem Abenteuer mitnehmen kann und und stärker herausgekommen ist. Es war ein unvergessliches Erlebnis und ich hoffe, diese Momente eines Tages noch einmal erleben zu können.

Du hattest einen Frühling mit Höhen und Tiefen mit der Eliminierung von Servette im Viertelfinale und der Silbermedaille mit der Nationalmannschaft. Wie lange dauerte es, bis du diese Saison verdaut hast?
Ich denke, dass der Einsatz mit dem Schweizer Team es mir ermöglicht hat, die Saison mit Genf schneller zu verarbeiten und sich auf ein anderes Ziel zu konzentrieren. So konnte ich die vergangene Saison doch leichter verarbeiten.

Zu welchem Zeitpunkt hast du nach dieser langen Saison wieder mit dem Sommertraining begonnen und wann bist du hier im Seeland angekommen?
Ende Mai begann ich wieder mit dem Training in Lausanne und Champéry mit den anderen Spielern der Platform Hockey School, ab Anfang August trainierte ich dann in Biel.

Im Juli haben vier junge Talente aus der Region die Möglichkeit erhalten, mit dir spezifische Trainings durchzuführen. Wie ist es dazu gekommen?
Ich trainiere nun seit mehr als 15 Jahren in einem spezifischen Umfeld. Es ist ein Programm für talentierte Spieler, das mein Agent zusammen mit Igor Fedulov, Patrice Brasey und Joby Messier entwickelt hat. Es ist eine Plattform, die es uns ermöglicht, viele Profis und junge aufstrebende Spieler zu treffen. Geleitet werden die Trainings von Trainern aus der ganzen Welt. Biel bietet mir heute eine wunderbare Gelegenheit, so dass es für mich selbstverständlich war, im Gegenzug etwas zurückzugeben. Ehrlich gesagt, fand ich es wirklich toll, diese jungen Athleten zu treffen. Eine Möglichkeit, die nächste Generation und diesen Sport zu präsentieren, der mir bereits viel geboten hat und den ich so liebe.

Was sind deine ersten Eindrücke von deiner neuen Umgebung?
Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Die Menschen sind alle wirklich sehr nett und wir haben ein Team, welches gerne zusammen spielt. Die Tissot-Arena ist einmalig. Die Integration ins Team ist bis jetzt gut verlaufen. Zudem mag ich den zweisprachigen Aspekt der Stadt Biel, der ihr viel Charme verleiht.

Du hast bereits in Kanada und Schweden gespielt. Haben dir diese Erfahrungen in diesem Sommer geholfen? Es ist immerhin das erste Mal, dass du in einer anderen Schweizer Stadt als Genf spielst.
Ich denke, dass diese Erfahrungen mir im Alltag helfen, eine bessere Person zu sein und allgemein stärker zu werden. Der Clubwechsel in der Schweiz ist für mich keine grosse Veränderung. Ich bin auch nicht so weit von meiner Familie entfernt und das Reisen in unserem Land ist ja auch angenehm. 

Warum hast du dich entschieden Servette Genf zu verlassen und in Biel zu unterschreiben?
Martin Steinegger hat mir ein klares Projekt präsentiert. Ich bin noch jung und meine Entwicklung steht im Vordergrund. Biel war der beste Ort, um mich weiter zu entwickeln und ein besserer Spieler zu werden. Das Team hat sehr viel Qualität und gute Trainer, deshalb bin ich hierher gekommen.

Was sind deine Ziele für die Saison, die in ein paar Tagen beginnt?
Ich möchte das Beste aus mir herausholen, viele Tore schiessen (weil ich es einfach liebe) und vor allem dem Team helfen, zu gewinnen. Ich denke mehr an den Erfolg des Teams, warum nicht mit Biel den Titel holen? Aber das ist mehr als ein persönliches Projekt. Dafür müssen wir ein echtes Team werden. Ich freue mich auf diese neue Erfahrung!

Interview: Mirio Woern

 

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