Interview: Janis Moser Interviews

22. Oktober 2018 – Janis Moser ist der Aufsteiger der ersten Runde in der National League. Wir haben uns mit Janis über die aufregenden Wochen unterhalten.

Du hast diese Saison alle Meisterschaftsspiele absolvieren können und bist im Schnitt fast 15 Minuten auf dem Eis gestanden. Überrascht?
Ja ich bin sicher positiv überrascht, dass ich gleich 11 Spiele absolvieren konnte und so viel Eiszeit erhielt.

Was hattest du für Erwartungen vor der Saison?
Erwartungen hatte ich vor der Saison eigentlich kaum, da diese meist in Enttäuschungen enden. Ich nehme es, wie es kommt.

Wenn du auf die letzten paar Wochen zurückblickst mit dem erfolgreichen Saisonstart, der nationalen Medienpräsenz, da bist du plötzlich ziemlich im Fokus gestanden. Wie hast du das erlebt?
Es ist sicher eine sehr aufregende Zeit. Ich lerne jeden Tag in verschiedensten Bereichen dazu. Ehrlich gesagt macht es ganz schön Spass! Gleichzeitig versuche ich mich auf das Training zu konzentrieren, auf das zu fokussieren was ich schlussendlich auch beeinflussen kann. Eigentlich mache ich genau gleich weiter, wie ich es bisher auch gehandhabt habe.

Wie erklärst du dir den raschen Aufstieg zum Stammspieler in der National League?
Es braucht sicher immer etwas Glück. Ich habe viel trainiert und dabei versucht, die Belastung so zu wählen, dass ich Fortschritte machen konnte ohne meinen Körper gleichzeitig zu überlasten. Ich habe Trainingseinheiten für den Muskelaufbau und koordinative Übungen aufeinander abgestimmt, so dass ich für die Spiele immer noch genug frisch war. 

Bleibt dir neben dem Leben als Eishockey-Spieler noch Zeit für Ausbildung und Freizeit?
Ja ich habe immer noch genügend Freizeit. Die Schule, an der ich die Sporthandelsschule besuche, kommt mir sehr entgegen, in dem ich die Präsenzzeit reduzieren konnte.

Wo und wann hast du mit dem Eishockey begonnen?
Ich habe in Biel in der Saison 2005/06 im alten Eisstadion mit der Eishockeyschule begonnen. Früher habe ich noch Fussball gespielt beim SV Safnern. Mit 4 oder 5 Jahren bin ich dann einmal meinem Fussballtrainer aus Versehen auf die Füsse gestanden und er wurde wütend. Da hatte ich dann doch etwas Angst und dachte mir, dass ich etwas Neues ausprobieren könnte. So bin ich zum Eishockey gekommen und es hat mich sofort gepackt.

Du hast beim EHCB alle Juniorenstufen durchlaufen. Wer hat dich am meisten geprägt?
Am meisten geprägt hat mich sicher Walter Zwahlen. In den Bambini und Piccolo habe ich viel von ihm lernen können, worauf ich dann in den darauffolgenden Jahren aufbauen konnte. Zudem konnte ich immer auf die ganze Familie zählen, die mich stets unterstützt hat. Das hat vieles vereinfacht.

Du hast vergangene Woche nach dem 10. Meisterschaftsspiel mit der 1. Mannschaft deine eigene Trikotnummer wählen können. Wieso hast du dich für die #90 entschieden?
Wegen Roman Josi. Er ist mein grosses Vorbild. Ich schaue ihm gerne zu und mag seine Spielweise. Er ist sehr mobil und kann auch in der Offensive Akzente setzen mit seinen Täuschungen und der Geschwindigkeit.

Wem schaust du beim EHCB am meisten ab?
Sehr wahrscheinlich Sämi Kreis. Er hat von der Spielweise her gewisse Ähnlichkeiten mit Roman Josi, bewegt sich ähnlich gut und kann so offensive Akzente setzen.

Es bleiben noch 39 Spiele in der Qualifikation. Was hast du für Ziele mit dem EHCB?
Mit der Mannschaft möchte ich Meister werden. Ja, das ist das Ziel. Persönlich möchte ich zudem weiter Fortschritte machen und mich weiterentwickeln.

Interview: Mirio Woern

 

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