Interview: Michael Hügli Interviews

08. März 2019 – Vergangenen Sommer ist Michael Hügli aus der Swiss League zum EHCB gekommen. Kurz vor den Playoffs haben wir uns mit Michael Hügli unterhalten.

Hallo Michael! Ihr habt euch am vergangenen Wochenende den 4. Rang und damit den Heimvorteil für die Playoffs gesichert. Wie schätzt du eure Leistung in der Qualifikation ein?
Wir hatten sicher einige Ups und Downs drin in unserer Saison mit einem sehr starken Saisonstart. Das Niveau konnten wir recht lange halten, es sind dann aber auch ein paar schwierigere Phasen dazugekommen. Wir haben sicher eine gute Qualifikation gespielt, die Schlusstabelle zeigt aber auch wie ausgeglichen die Liga ist. 

Zu Beginn der Saison bist du des Öfteren als 13. Stürmer aufgestellt worden, mit zunehmender Dauer bist du immer regelmässiger zum Zug gekommen und hast auch Spiele in der nominell ersten Linie absolviert. Wie sieht deine persönliche Bilanz aus?
Zu Beginn war es sicher etwas schwieriger, aber das war mir beim Wechsel nach Biel auch bewusst. Es waren alle fit und ich musste mich dann in den Trainings aufdrängen. Schlussendlich spielt es ja keine grosse Rolle in welcher Linie du spielst, da wir in Biel über alle Linien hinweg grosse Qualitäten haben. Ich habe die ganze Saison das Vertrauen von Martin Steinegger und dem Trainerteam gespürt und auch stets Rückmeldungen von ihnen erhalten. Dieser Austausch war und ist wichtig.

Du hast nach 43 Spielen mit dem EHCB 8 Tore und 9 Assists erzielt. Schaust du als Stürmer auf solche Werte?
Für mich war es eher wichtig, dass ich in der höchsten Schweizer Liga den Tritt finden konnte. Mein Ziel war es, mich in Biel zu etablieren. Punkte sind daher sicher zweitrangig und im Alltag denke ich nicht daran. Als Offensivspieler will man sicher auch einen persönlichen Beitrag zum Erfolg des Teams leisten. Es geht aber vor allem um das komplette Spiel, die Defensivarbeit der Stürmer ist da ebenso wichtig.

Aus meiner Sicht bist du im Verlauf der Saison immer besser in Fahrt gekommen und wurdest dann auch erstmals für die Nationalmannschaft aufgeboten. Wie hast du diese Tage erlebt?
Ich durfte am Prospect Camp der Nati teilnehmen. Es war sicher speziell das Natitrikot überzustreifen. Die Tage in diesem Kreis gaben mir auch einen Schub für den Alltag in Biel. Es hat mir schlussendlich gezeigt, was alles möglich ist.

Vom zu Beginn noch sporadisch eingesetzten Spieler zum zuverlässigen Scorer bis hin zum Perspektivspieler für die Nationalmannschaft. Wenn wir deinen Saisonverlauf anschauen, kann man wohl schon behaupten, dass der Schritt nach Biel und in die National League gelungen ist oder?
Ja, es war sicher ein guter Entscheid nach Biel zu kommen. Ich habe im Vorfeld gute Gespräche mit Martin Steinegger geführt und wurde dann auch gut aufgenommen. Für meine Entwicklung war es sicher das Beste.

Die ersten Spiele in der Nationalliga A hast du in der Saison 2013/14 mit dem EV Zug gemacht, unter anderem im alten Bieler Eisstadion. Wenn du den EHCB von damals und den von heute vergleichst, wie würdest du die Entwicklung beurteilen?
Bereits damals wurde in Biel gut gearbeitet. Durch das neue Stadion ergaben sich für den Club sicher neue Möglichkeiten. Der EHCB wurde attraktiver für viele Spieler und konnte sich somit stark entwickeln. Die Playoffteilnahmen sind keine Ausnahmeerscheinungen mehr. Biel ist ein Club, der Jahr für Jahr an den Playoffs teilnehmen will. Insgesamt ist es sicher eine sehr schöne Entwicklung, auch für die Region.

Blicken wir voraus. Die Playoffs 2019 stehen bevor. Seit Montagabend ist bekannt, wer euer Playoffgegner sein wird. Was erwartest du von der Serie gegen Ambri?
Es wird sicher eine harte Serie, Ambri ist eine heimstarke Mannschaft. Aber wir haben sehr viel Potential und wenn wir das ausnutzen können, bin ich zuversichtlich. Ich freue mich auf eine spannende Serie mit einem hoffentlich guten Ende für uns. 

Interview: Mirio Woern

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