Interview: Mike Künzle Interviews

02. August 2018 – Wir präsentieren den EHCB-Fans auf unserer Homepage die Neuzuzüge auf die kommende Saison: Heute stellt sich Mike Künzle vor.

Hallo Mike, willkommen in Biel! Seit wann bist du hier im Seeland?
Ein Tag nach dem ich mit den ZSC Lions in Lugano den Meistertitel geholt habe. Nach der Meisterfeier half mir meine Familie beim Umzug von Zürich nach Biel. Ich habe nicht gedacht, dass es über sieben Spiele gehen würde. Es war schon ein bisschen ein Worst-Case-Szenario. Aber ich bin dann nicht selber gefahren. (Lacht)

Nach dem Zügel-Stress  und dem Feiern war ich dann noch in den Ferien und habe dann mit dem Sommertraining in Biel angefangen. Wir hatten zu Beginn noch ein angepasstes Programm, konnten die anderen Spieler dann aber relativ rasch einholen.

Wie sind deine ersten Eindrücke von deinem neuen Umfeld?
Ich wurde sehr gut aufgenommen. Alle Personen, mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, waren sehr freundlich. Ich habe das Gefühl, dass es im Vergleich zu Zürich familiärer, gemütlicher und persönlicher zu und her geht. Ich freue mich mit dieser Mannschaft zusammenspielen zu können. Über den Sommer haben wir zwar oft in Gruppen trainiert, am Nachmittag gab es dann schon gemeinsame Wettkämpfe, bei denen ich die meisten Spieler kennenlernen konnte.

Was kennst du schon von der Region Biel-Seeland?
Ich war schon in der Lago Lodge und am Lakelive-Festival. Rajan Sataric, der bei den Junioren schon beim EHCB spielte, hat mir auch schon Einiges gezeigt. Wir gingen beispielsweise am See baden. Zusammen mit der Freundin habe ich per Fahrrad auch schon die Stadt mit der schönen Altstadt besichtigt. 

Wieso hast du dich für Biel und den EHCB entschieden?
Ich wollte eine Veränderung, etwas Neues. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei den ZSC Lions nicht mehr weiterkomme. Sie haben auf die kommende Saison einige Nationalspieler verpflichtet, ich sah nur wenig Möglichkeiten in den Linien aufzusteigen. Beim EHCB will ich eine andere Rolle übernehmen, weiss aber auch, dass wir ein sehr gutes Team haben. Die Herausforderung, mir im Seeland viel Spielzeit zu erkämpfen, hat mich gereizt. Letztes Jahr hatte der EHCB  eine sehr gute Saison und jetzt wollen wir noch einen Schritt weitergehen.

Gehen wir einen Schritt zurück. Wie bist du zum Eishockey gekommen?
Ich war ein sehr aktives Kind. Meine Eltern haben mich mit 2 Jahren zum ersten Mal in die Eislaufschule geschickt. Ich habe dann schnell gemerkt, dass mir diese Umgebung sehr liegt und habe dann mit 5 Jahren mit dem Eishockeyspielen begonnen. Es hat mir schon damals sehr gut gefallen und die Freude am Eishockey ist bis heute geblieben.

Wer war dein Vorbild als Junior?
Sidney Crosby. Ich habe das Gefühl, dass man nicht lernen kann, was er alles auf das Eis zaubert. Er ist ein kompletter Spieler, macht Sachen, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Was hast du dir von ihm abgeschaut?
Schwierig! (Lacht) Er deckt den Puck in der Offensive sehr gut ab. Es ist sehr schwer, ihm den Puck wegzunehmen. Ich versuche ihm das nachzuahmen. Aber natürlich auf einem ganz anderen Level. Allgemein bin ich eher der grosse kräftige Stürmer, der versucht vor dem Tor Präsenz zu markieren, den gegnerischen Verteidiger mit Checks unter die Haut zu fahren und in der Offensive produktiv zu sein. Man wird mich in der kommenden Saison sicher viel um das gegnerische Tor herum sehen.

An was musst du noch arbeiten?
Sicher in allen Bereichen.  Schlittschuhtechnisch bin ich noch nicht auf einem Top Niveau, da muss ich mich sicher noch verbessern.

Letztes Jahr hast du bereits zum zweiten Mal in deiner Karriere den Schweizermeistertitel geholt. Was hast du dir für Ziele gesetzt für die kommende Saison?
Das gleiche noch einmal wiederholen natürlich! Mit dem Team wollen wir so weit kommen wie möglich, wobei der Titel natürlich das Grösste wäre. Wir zählen sicher nicht zu den Favoriten, aber man weiss ja nie. Persönlich versuche ich immer das Beste zu geben und einen weiteren Schritt in meiner sportlichen Entwicklung zu machen.

Interview: Mirio Woern

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