Interview: Sam Lofquist Interviews

20. September 2017 – Unser neuer ausländischer Verteidiger spricht im Interview über seine schwedischen Wurzeln, die National League und seinen Hammer.

Hey Sam, willkommen in Biel! Du bist am Dienstag in Biel eingetroffen. Was sind deine ersten Eindrücke von Biel und der Schweiz?
Danke! Ich war schon mehrmals in der Schweiz, einereseits zum Eishockeyspielen, andererseits für Ferien. Die Schweiz wird jedesmal wenn ich zurückkehre noch schöner. Ich freue mich sehr, dass ich eine ganze Saison in einem so schönen Land mit so netten Leuten verbringen kann. Biel scheint, soweit ich dies bis jetzt beurteilen kann, eine lebendige Stadt mit vielen schönen Gebäuden zu sein.

Was hast du über die Schweizer Liga gehört bevor du in Biel unterschrieben hast? Hast du jemanden um Rat gebeten?
Ich habe gehört, dass die Schweizer Liga im Bezug auf den Spielstil die aufregendste und unterhaltsamste Liga ist. Mir wurde gesagt, dass es eine sehr schnelle Liga ist und dementsprechend viel Wert auf das Schlittschuhlaufen und Skills gelegt werden. Ich habe vor allem mit David McIntyre vom EV Zug (mit dem ich zwei Jahre bei SaiPa in Finnland zusammengespielt habe) und Dana Knowlton, meinem Agenten, gesprochen. Knowlton hat über die Jahre viele Spieler, die hier gespielt haben, repräsentiert. Beide haben mir erzählt, dass die Schweiz der beste Ort in Europa sei, um Eishockey zu spielen.

Du hast in der vergangenen Saison in der KHL gespielt. Wie würdest du deine Erfahrung beschreiben und wieso bist du nur ein Jahr geblieben?
Russland ist ein sehr spannendes Land. Ich mochte das Abenteuer, in Russland zu leben, wirklich. Du wachst jeden Tag auf ohne zu wissen, was an diesem passieren wird. Auch wenn sie zu Beginn etwas kühl wirken, habe ich einige Russen als die freundlichsten, nettesten und authentischsten Menschen kennengelernt, was vielleicht etwas erstaunen mag.  Für meine familiäre Situation passt es aber besser in der Schweiz, weshalb ich nach einem Jahr nun schon weitergezogen bin.

Du wurdest in der Nähe von Minneapolis im anliegenden Staat Wisconsin geboren und bist dort auch aufgewachsen. Die Region ist bekannt für ihre Hockeykultur und starke NHL-Spieler wie Phil Kessel oder Joe Pavelski. Wolltest du schon von klein auf Eishockeyspieler werden?
Mein Vater spielte American Football für die Minnesota Vikings (sieben Spiele), er hoffte, dass ich ebenfalls Football spielen würde. Er mochte das Eishockey nie, aber er konnte mich nicht überzeugen. Mit drei Jahren hatte meine Mutter genug von meinem Drängeln und schrieb mich beim lokalen Hockeyteam ein.

Dein Name hört sich schwedisch an. Wie kommt es dazu?
Mein Ur-Ur-Grossvater stammte aus Schweden und zog mit 20 Jahren nach Nordamerika. Der schwedische Name und die schwedischen Gene wurden von Generation zu Generation übertragen. In Europa denken die meisten Leute, dass ich aus Schweden stamme und nicht aus den USA.

Was war dein Idol als junger Eishockeyspieler? Und wer beeindruckt dich heute?
Mein Idol war Sergei Fedorov, ich liebte es, wie er skaten und schiessen konnte und mit dem Puck umging. Heute beeindruckt mich, wie viele andere Verteidiger auch,  insbesondere Erik Karlsson von den Ottawa Senators. Was er auf dem Eis anstellt... Er hat mein Alter, ich hatte das Glück während Juniorenländerspielen mehrmals gegen ihn zu spielen. 

Auf Youtube finden sich einige eindrückliche Videos von dir in denen du gleich reihenweise Tore von der blauen Linie erzielst. Was sind deine Stärken?
Ich denke, dass meine Stärken als Spieler in meinem Schuss aber auch im Skating liegen. Aber auch in anderen Bereichen bin ich ganz gut.

Wie möchtest du dem Team helfen und was hast du für persönliche Ziele? Gehören die olympischen Spiele dazu?
Ich möchte dem Team in allen erdenklichen Weisen helfen Spiele zu gewinnen. Sei es eine Aktion in der Defensive oder mit einem Assist oder einem Tor, ich bin nach Biel gekommen um uns zu Siegen zu helfen. Ich habe zwar auch persönliche Ziele, aber die möchte ich für mich behalten. Klar ist, dass ich nichts lieber machen würde, als mein Land an den olympischen Spielen zu vertreten und wieder Teil des Team USA zu sein.

Interview: Mirio Woern

Sponsoren

Hauptsponsor
Stadionpartner