Interview: Sommertrainer Willi Kaufmann Interviews

06. Mai 2018 – Am Montag 07.05.2018 startet in der Tissot Arena das Sommertraining der 1. Mannschaft für die neue Saison 2018/2019. Wir haben vor dem Start mit Sommertrainer Willi Kaufmann gesprochen.

Am Montag 07.05.2018 geht das Sommertraining wieder los. Was wird in den ersten Wochen im Vordergrund stehen?
Das Sommertraining wird nach bewährtem Muster der Vorjahre ablaufen. Nach leichtem Beginn in der ersten Woche werden die Grundlagen in den Faktoren, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer gelegt. Hockeyspezifisches- Ergänzungstraining, Polysport, Eistraining etc. bringen viel Abwechslung.

Seit dem Saisonende ist genau ein Monat vergangen. Gibt es einen optimalen Zeitpunkt um das Training wiederaufzunehmen?
Grundsätzlich ist das eine recht individuelle Angelegenheit. Es gibt Spieler, die direkt weiter trainieren, andere gönnen sich eine aktive Pause mit Bewegungseinheiten, zu welchen sie während der Saison kaum Zeit finden. Andere sind froh, wenn sie lange mitgetragene Verletzungen endlich auskurieren können. Für die Akteure ist es sicher angenehmer, mit einem für Leistungssport vergleichbaren Grundlage zu erscheinen. Der Einstieg wird so einfacher…

Wie lange merken die Spieler die kräftezehrenden Spiele in den Playoffs noch?
Die «gesunden», nicht «verletzten» Spieler regenerieren physisch sehr schnell. Die mentale Seite, («es wäre noch mehr drin gewesen», «wir waren sehr knapp an der der Finalteilnahme…») ist eine andere Geschichte. Durch die erbrachten Leistungen erhielten wir einmal mehr die Bestätigung, dass mit beharrlicher, ehrlicher, täglich harter Arbeit, einem Teamwork, das den Namen verdient, einiges machbar wird. Wir beginnen aber alle wieder bei null!

Einige Spieler, wie die Neuzugänge Mike Künzle mit den ZSC Lions und Rajan Sataric sowie Michael Hügli mit Rapperswil, standen bis vergangene Woche auf dem Eis. Erhalten Sie eine längere Pause? Wann steigen sie ins Training in Biel ein?
Diese Spieler erhalten eine angemessene Pause. Je schneller sie aber zum Team stossen, desto rascher sind sie integriert.

Auf was dürfen sich die Spieler in diesem Sommer besonders freuen? Und vor was dürften sie Respekt haben?
Es ist nicht meine Aufgabe, mich als Treiber, General, Quälgeist etc. aufzuspielen, aufzuführen oder mich selber zu verwirklichen.
Zusammen mit Thomas Zamboni wurden wir beauftragt, die Spieler optimal auf das Eistraining vorzubereiten. Diesen Auftrag nehmen wir sehr ernst. In den letzten Jahren sind wir von schweren Verletzungen glücklicherweise verschont geblieben. Wir sind überzeugt, dass dies zum grossen Teil auf der physischen Basis beruht. Obwohl das Training nicht nur lustig und angenehm sein kann, verstehen die Spieler den Nutzen und die Notwendigkeit.
Wir verstehen unsere Arbeit v.a. darin, die Spieler bei ihrer persönlichen Entwicklung physisch, psychisch, menschlich zu unterstützen. Unsere über die Jahre aufgebaute Feedbackkultur, der Respekt untereinander, führen dazu, dass neben dem gemeinsamen Training genügend Platz für individuelle Bedürfnisse bleibt.
Nicht zu vergessen: Beim Eishockey geht es v.a. ums Spielen!

Interview: Mirio Woern

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