Interview: Thomas Zamboni Interviews

21. Juli 2017 – Off-Ice- und Video-Coach Thomas Zamboni spricht im Interview über die Herausforderungen, Knacknüsse und Zückerchen im Sommertraining.

Der EHCB ist dieses Jahr bereits Anfang April in das Sommertraining gestartet. Was für Vorteile ergeben sich durch diesen frühen Start?
Wir hatten genügend Zeit um uns auf Details der physischen Vorbereitung zu kümmern. Wir konnten uns so vermehrt ihren Stärken bzw. Schwächen widmen und sie individuell weiter bringen.

Besteht nicht auch etwas die Gefahr, dass es den Spielern verleidet und diese Trainingsphase zu lang wird?
Keine Frage. Aus diesem Grund haben wir in Blöcken trainiert. Die Spieler hatten alle 3-4 Wochen entweder eine Woche oder ein längeres Wochenende die Möglichkeit, individuell zu trainieren und so den Kopf insbesondere von der Umgebung und von uns Coaches zu lüften.

Wie muss man sich eine normale Sommertrainingswoche vorstellen?
Jeweils am Morgen wurde zwischen 8.15 bis ca. 11.00 entweder in Magglingen oder in der Tissot Arena trainiert. Elemente wie Schnelligkeit, Kraft oder Beweglichkeit prägten diese Stunden. An 2-3 weiteren Nachmittagseinheiten von rund 2 Stunden wurde zusätzlich an der Ausdauer gefeilt. Diese wurde in Form von Intervallläufen oder aber im Unihockey bzw. auf dem Eis spielerisch trainiert.

Wie abwechslungsreich gestalten Willi Kaufmann und du das Sommertraining? Gibt es spezielle Anlässe, die bei den Spielern besonders beliebt oder verhasst sind?
Die Abwechslung ist schon sehr wichtig, da sich die Elemente halt doch sehr wiederholen. Beinahe zum Pflichtprogramm von Willi gehört eine Biketour, welche meistens sehr zu beissen gibt. Durch andere Events wie Kanu oder Segeln wurde diese Hürde kompensiert. Auch das Golfturnier sowie ein Fussballspiel gegen den FC Orpund haben das Ganze abgerundet.

Neuerdings steht dem EHCB in Burgdorf auch im Sommer Eis zur Verfügung. Welchen Gewinn bringt das Eistraining?
Aus Sicht der Coaches ist es eine spezifische Ausdauereinheit, welche den Spielern zur Abwechslung auch gefällt. Für die Spieler ist es eine gute Möglichkeit sich wieder an das Eis zu gewöhnen und auch mal abseits von der Saison einfach mal zu ‚spielen‘. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit, frühzeitig Spieler aus dem Nachwuchs zu integrieren und diese im Vergleich zu den Profis sehen zu können.

Bald geht es in Biel auch wieder auf das Eis. Mit welchen Zielen für die neue Saison?
Zuerst liegt der Fokus auf einer guten Vorbereitung. Wir wollen die Spieler bestmöglich auf einen guten Start, aber auch auf eine intensive Saison einstellen. Zudem wollen wir jeden Spieler individuell weiterbringen, sei es auf oder neben dem Eis. Danach werden wir als Mannschaft entscheiden, an welchen spezifischen Zielen wir täglich hart arbeiten wollen.

Interview: Mirio Woern

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