Throwback Dezember

Der EHC Biel hat seit der Gründung im Jahre 1939 viel erlebt. In Erinnerung sind uns vor allem die drei Meistertitel von 1978, 1981 und 1983 geblieben. Doch seither gab es auch unschöne Momente in der 81-jährigen Clubgeschichte. So zum Beispiel, als wir 1995 aus der damaligen NLA in die NLB abstiegen. Wir werden ihnen monatlich die prägendsten Momente seit der Gründung in unserer Rubrik «Throwback» präsentieren. Beginnen wir mit dem Monat Dezember und sechs geschichtsträchtigen Geschehnissen.

3. Dezember - Kindings Entlassung

Nach dreieinhalb Jahren wurde Trainer Björn Kinding am 3. Dezember 1990 entlassen, beim Heimspiel gegen den HC Ambri-Piotta, am 4. Dezember standen TK-Chef Razvan Schiau und Daniel Cattaruzza an der Bande. Nur zwei Tage später wurde Lyss-Trainer Dick Decloe aus der Nationalliga-B verpflichtet. Der SC Lyss und Biel haben sich finanziell geeinigt. Decloe-Nachfolger in Lyss wurde noch in der gleichen Woche Mike McParland.

Björn Kinding

7. Dezember - Als der Strom ausfiel

Fast zum Samichlaus-Tag wurde am 7. Dezember 1981 die Partie gegen den HC Freiburg-Gottéron nach 20 Minuten abgebrochen, dies durch einen Stromausfall kurz vor Spielbeginn. Die 8'500 Fans konnten nach dem ersten Drittel an den Kassen neue Eintrittskarten für die Wiederholung des Spiels fassen. Die Sicht war so schlecht, dass im ersten Drittel bereits nach zehn Minuten die Seiten gewechselt wurden. Der Führungstreffer der Bieler durch Urs Bärtschi fiel prompt im «dunkleren» Freiburger Kasten. Einen Tag und 26 Jahre später, sagte das Bieler Volk mit 73 Prozent «Ja» zu den «Stades de Bienne.» Am gleichen Tag hat Biels Kapitän Kevin Fey in Bern, 1990 das Licht der Welt erblickt.

Urs Bärtschi

12. Dezember - Köllikers Scharmützel

Die Partie am 12. Dezember 1986 gegen den HC Ambri-Piotta begann durch einen Stromausfall erst eine Viertelstunde später. Vor 5'967 Zuschauern lagen die Leventiner nach dem ersten Drittel mit 3:1 in Führung. Dann folgten unnötige Strafen Ambris und einen Torhüterwechsel. Einen dieser zahlreichen Unterbrüche nutzte der ehemalige Bieler und aktuelle Ambri-Verteidiger Jakob Kölliker, um mit seinem Schlittschuh das Tornetz zu durchschneiden. Trotz Geniestreiche und Scharmützel konnten die Gäste die 5:10-Niederlage nicht verhindern und der Bieler Eismeister Alfred Kölliker, der Vater des Ambri-Verteidigers, musste das Tornetz reparieren.

Jakob Kölliker

18. Dezember - Ankens Ausfall

Am 18. Dezember 1987 verletzte sich Stammtorhüter Olivier Anken in Kloten am Knie, dies in der 34. Minute beim zweiten Klotener Treffer durch Felix Hollenstein. Der unerfahrene Ersatzmann Christoph Nobs musste in den restlichen 26 Minuten noch sieben Gegentore zum 2:9 hinnehmen. Der 20-Jährige durfte am 22. Dezember nochmals ran, beim Heimspiel gegen den EV Zug konnten die Bieler auch ohne ihren Stammtorhüter einen 10:4-Sieg feiern. Die Bieler lagen in der Weihnachtspause 1987, hinter Lugano, Kloten und Davos, auf dem vierten Rang.

Olivier Anken

20. Dezember - Sechsfacher Torschütze im verrücktesten Berner-Derby

Am 20. Dezember 1986 schrieben die Zeitungen über «das verrückteste Berner Derby aller Zeiten.» Nach elf Minuten führte der SC Bern in Biel vor 9'015 Zuschauern mit 2:0, ehe die Bieler bis zur 26. Minute wieder mit 5:2 in Führung gingen. Acht Minuten später verkürzte der SCB wieder auf 5:6 und in der 59. Minute auf 8:9. Matchwinner beim 10:8-Sieg der Seeländer war Biels Marc Leuenberger mit sechs Treffern, davon erzielte der Kapitän zwischen der 42. und 48. Minute einen Hattrick.

Marc Leuenberger

27. Dezember - Eine halbe Million für den EHCB

Eine erst Mitte Dezember 1985 gestartete Sponsorenaktion hat dem EHC Biel bis zum 27. Dezember eine erste Finanzspritze von 500’000 Franken zugesichert. Gleichzeitig will die «Aktion 3333», der bereits über 50 Einzelpersonen und Firmenvertreter angehören, dem EHCB helfen, seine in den letzten drei Jahren aufgelaufenen Verpflichtungen zu tilgen. Das Ziel der Aktion ist, dass insgesamt mindestens 80 forderungswillige Mitglieder gefunden werden, die sich zur Bezahlung von drei Tranchen zu je 3333 Franken verpflichten. Ansporn für die Aktion gab, dass der EHCB mit seiner Wirkung auf eine ganze Region mit seiner gut ausgebauten Juniorenbewegung erhalten bleiben muss.

Aktion 3333