Interview: Alexandr Iakovenko Interviews

10. Oktober 2021 – Wir haben den 23-jährigen Russen zum Gespräch getroffen.

Wie hast du dich ins Team integriert?
Alles war sehr locker. Das Team ist gut, ich kannte schon einige Leute zuvor, da ich hier ja schon gespielt hatte. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, ich hatte kein Problem, mich zu integrieren.

Wie unterscheidet sich die Schweizer Eishockeyliga von deinen vorherigen?
Das Spielniveau ist sehr hoch. Es gibt viele gute, erfahrene Spieler, die auch schon in der NHL gespielt haben. Klar, zum Spielen ist es auch anders, denn das Feld hier ist grösser als zum Beispiel in der Finnischen Liga. Sonst gibt es aber nicht sehr viele Unterschiede.

Wie ist es so, der einzige russische Spieler in der Liga zu sein?
Es ist ziemlich ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch sehr cool, der einzige zu sein!

Wie lebt es sich hier, ohne Französisch- oder Deutschkenntnisse?
Also eigentlich ganz normal: es sprechen praktisch alle Englisch, das hilft natürlich sehr. Es treten keine grossen Probleme auf, sogar in den Restaurants, zum Beispiel, sprechen alle Englisch.

Willst du es lernen?
Ja, es wäre toll Deutsch oder Französisch zu lernen, vielleicht (lachend, wahrscheinlich ironisch gemeint, da er wohl weiss, dass es nicht dazu kommen wird).

Du hast jedoch noch nicht damit angefangen?
Nein nein, bisher noch nicht.

Wie kam es, dass du für die russische und nicht für die kasachische Nationalmannschaft spielst?
Mit 14 Jahren bin ich nach Russland gezogen und habe die russische Staatsbürgerschaft übernommen und wurde rasch in die russische Junioren-Nationalmannschaft integriert. Deshalb kann ich gar nicht für die Kasachische Nationalmannschaft spielen.

Kannst du den Leuten in der Schweiz Tscheljabinsk, deinen Wohnort, empfehlen?
Also eigentlich schon, wir haben, im Vergleich zur Schweiz, eine grosse Stadt: dort leben praktisch eine Million Menschen. Eine gute, grosse, schöne russische Stadt. Ganz normal.

Also empfiehlst du sie/es?
Ja, warum nicht! (lachend)

Was gefällt dir hier in der Region?
Hier ist es schön: die Berge, die Flüsse. Es ist natürlich sehr unterschiedlich zu dem, wo ich früher gespielt habe: es ist sehr sauber, die ganze Atmosphäre ist anders. Mir gefällt es.

Und wo warst du schon hier?
Also ich bin hier noch nicht so viel gereist, habe mir noch nicht so viel angeschaut. Wenn wir im Car fahren, schaut man ja natürlich aus dem Fenster hinaus (lachend), es ist sehr schön. Zum Beispiel, als wir nach Lugano gefahren sind, war es da sehr schön.

Zu guter Letzt: was sind deine Ziele in dieser Saison? Was willst du erreichen?
Ich glaube, wir haben sehr gute Leute, sind ein starkes Team. Wir rechnen sehr damit, in die Play-Offs zu kommen, aber dort muss man dann stark um den Titel kämpfen. Natürlich ist es noch zu früh, um darüber zu reden, wir haben erst einige Spiele gespielt. Wir müssen bei jedem Spiel mehr geben als beim Vorherigen, in jedem Spiel kämpfen bis zum Schluss.

Interview: Mischa Vasylyev