Interview: Mathieu Tschantré Interviews

08. April 2020 – Mathieu Tschantré tritt nach 916 Pflichtspielen für den EHCB, davon 899 in der Nationalliga, und einer langen Karriere im Dienst für Biel ab. Wir überlassen Mathieu mit Hilfe von einigen Stichworten gleich selber das Wort.

Nachwuchs:
Ich hatte eine fantastische Zeit im Nachwuchs. Es war nicht immer einfach, aber ich habe enorm viel gelernt und tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich heute noch in Kontakt stehe. 

Eisstadion Biel:
Das war mein zweites Zuhause. Ich weiss gar nicht wieviel Zeit ich dort verbracht habe, aber es kam mir immer so vor, als wäre ich viel zu wenig dort. Als kleiner Junge und Jugendlicher waren es nicht nur die vielen Trainings, die zeitintensiv waren. Ich liebte das Freihockey und das freie Eislaufen ebenso.  

Spezielle Menschen und Begegnungen:
Im Nachwuchs sowie bei den Profis durfte ich viele interessante Personen kennen lernen. Dank den Meisten konnte ich mich als Spieler wie auch als Person weiterentwickeln. 

Lustige Momente:
Da gab es einige lustige Momente in Trainingslagern oder auch bei so mancher Fahrt mit dem Mannschaftsbus… Oder auch bei so manchen Team-Essen, die dann schon ein bisschen aus dem Ruder gelaufen sind!!! 

Aufstieg NLA:
Das war ein grosser Schritt in der Clubgeschichte. Ich war sehr froh, dieses Ziel endlich erreicht zu haben. Wir mussten so hart arbeiten und so lange warten bis es schliesslich funktioniert hatte. Eine pure Erlösung. 

Kern im Team:
Über viele Jahre hatten wir einen hervorragenden Kern. Mit Emma, Gianni, Wetzi und Gossi (Anm. d. Red. Emanuel Peter, Gianni Ehrensperger, Philipp Wetzel und Manuel Gossweiler) zusammenzuarbeiten war mir eine Ehre. Ich glaube das Wichtigste war, dass wir dieselben Grundsätze verfolgten. Das Team kam als erstes und zwar immer. Ohne diese Jungs hätten wir die harten Jahre nach dem Aufstieg nie überstanden.  

Tissot Arena:
Ein Bijou. Vom ersten Tag an gefiel es mir in der neuen Arena. Und auch die wurde zu meinem zweiten Zuhause. Ich kann es manchmal kaum glauben, dass wir so lange auf ein neues Stadion warten mussten.

Sommertraining:
Training im Allgemeinen ist heute nicht mehr vergleichbar mit früher. Und da gehört natürlich auch das Sommertraining dazu. Willy Kaufmann hat uns während Jahren geformt und geschliffen. Seine Arbeit war immens wichtig. Bei ihm stand vor allem immer der Mensch und seine Einstellung im Vordergrund. Dies hat mich beeindruckt. Seit Willy Thomas Zamboni an Bord geholt hat ist alles noch einmal professioneller geworden. 

EHCB-Fans:
Was wir in den letzten Jahren erleben durften war unglaublich. Dazu gehören auch die Fans. Die Unterstützung war immer spürbar, auch wenn es Mal nicht so lief. Die vergangene Saison ist ein gutes Beispiel. Wir hatten in unserer Negativserie viel zu verkraften. CHL Out, Cup Out und keine Siege in der Meisterschaft. Hinzu kamen noch die vielen Verletzten und eine gewisse Müdigkeit. Und während der ganzen Zeit haben wir immer das Vertrauen der Fans gespürt. Dies nenne ich Support! Vielen, vielen Dank an alle Fans!!!

Aufgezeichnet: Mirio Woern