Interview mit Patrick Stalder und Ueli Schwarz Interviews

21. Januar 2019 – Zum anstehenden Wechsel im VR nehmen VR-P Patrick Stalder und Ueli Schwarz persönlich Stellung

Kurz-Interview Patrick Stalder:

Patrick Stalder, wie schwierig hat sich die Nachfolge-Suche für Sandro Wyssbrod gestaltet, welcher nach 18 Jahren auf die kommende Saison hin den Verwaltungsrat verlassen wird?
Die Nachfolge-Suche für Sandro Wyssbrod war sicherlich nicht einfach und wir haben nicht versucht ihn 1 zu 1 zu ersetzen. Wir wussten, dass sein Rücktritt unabhängig von seinem Nachfolger eine Lücke hinterlassen wird. In den 18 Jahren als Verwaltungsrat und als VR-Delegierter hat er mit beispiellosem Einsatz unseren EHCB geprägt. Als Entscheidungsträger, aber sicher auch auf menschlicher Ebene. Heute freut es mich jedoch ausserordentlich, dass es uns gelungen ist mit Ueli Schwarz unseren Wunschkandidaten an Bord zu bringen.

Was sind die Erwartungen an Ueli Schwarz?
Ueli Schwarz wird VR-Delegierter und unsere operative Leitung zählt auf das Einbringen seiner enormen Erfahrungen aus unterschiedlichsten Positionen im Eishockeybusiness. Anderseits schien es uns auch wichtig einen Verwaltungsrat zu finden, der ausserhalb der EHCB Familie stammt. Ueli Schwarz soll unseren Verwaltungsrat und unsere Funktionsweise ruhig hinterfragen und auch kritisieren.

Was sind die grössten Herausforderungen in der Zukunft für den EHCB VR?
Wir gehen mit dem EHCB VR optimistisch in die Zukunft! Aber gerade in Zeiten des Erfolgs ist es eine Herausforderung sich nicht von der Kurzfristigkeit blenden zu lassen. Umso mehr dürfen wir uns freuen, dass mit Ueli Schwarz und ebenfalls mit Thomas Weder unser VR mit sehr engagierten Leuten aufgefrischt wird. Es ist ebenfalls eine Herausforderung in Zeiten eines immer breiteren Unterhaltungsangebots die Attraktivität des EHCB Matchtages zu verteidigen. Dies gilt insbesondere für unser jugendlicheres Publikum.

 

Kurz-Interview Ueli Schwarz:

Ueli Schwarz, was reizt dich an der Aufgabe beim EHC Biel?
Ich durfte in mittlerweilen über 30 Jahren im professionellen Sport viel erleben und ein breites Netzwerk aufbauen. Ich habe mich beruflich selbständig gemacht und mir zum Ziel gesetzt, diesen Erfahrungsschatz in unterschiedlichsten Formen andern zur Verfügung zu stellen, sofern sie das als nützlich erachten. Die Verantwortlichen des EHC Biel sind vor einiger Zeit an mich herangetreten mit der Idee, beim EHC Biel mitzumachen. Die für mich angedachte Rolle passt genau zu meinen Plänen. Mich überzeugt der Club, sein Werdegang, sein Entwicklungspotential, sein Nachwuchs. Sowohl strategisch als auch operativ sind fachlich und menschlich sehr gute Leute involviert. Mehr als genug Gründe für mich mitzumachen.

Wie siehst du deine künftige Rolle als VR-Delegierter?
Ich werde einerseits die Rolle des Bindegliedes zwischen dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung einnehmen, anderseits den operativ Verantwortlichen mit meiner Erfahrung mit Rat zur Seite stehen, wenn sie das brauchen. Ich weiss aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie hart man täglich operativ gefordert ist und wie zielführend es sein kann, wenn man sich vor wichtigen Entscheiden eine Zweit- oder Dritteinschätzung einholen kann. Ich komme neu dazu, habe eine gewisse Distanz und werde dadurch auch eine Aussenansicht in Entscheidfindungen einbringen können. Ich werde in keiner Weise operativ tätig sein, dazu hat der EHC Biel genügend und bestens qualifizierte Leute an Bord.

Wie ist dein heutiger Bezug zum EHCB?
Selbstverständlich verfolge ich den EHC Biel täglich und mir gefällt, was ich sehe! Die Gespräche mit den Vertretern des Verwaltungsrates haben mir die Aufgabe schmackhaft gemacht. Die Wege von Daniel Villard und Martin Steinegger haben sich in den vielen Jahren verschiedentlich gekreuzt, wir kennen uns bestens, haben uns dabei schätzen und achten gelernt. Selbstverständlich kenne ich im Umfeld viele weitere Leute, auf die ich mich sehr freue. Der Club ist sehr seriös geführt, professionell aufgestellt und hat sich enorm entwickelt. Es macht mich stolz, in dieser Organisation eine Rolle übernehmen zu dürfen. In den weit zurück liegenden 90er Jahren gabs verschiedentlich ernsthafte Gespräche zwischen mir und dem EHC Biel, jedoch ohne konkrete Ergebnisse – die Beziehungen sind nie abgebrochen. Was lange währt kommt gut – und das freut mich sehr.