Interview: Jérôme Bachofner

Unser Neuzugang spricht über die ersten Wochen in Biel und erklärt, wieso er mit Joren van Pottelberghe Kaffee trinken geht.
Publiziert am 24. November 2023
Q&A Bachofner

Willkommen in Biel Jérôme!

Du hast bewegte Wochen hinter dir. Zuerst die Saisonvorbereitung mit den ZSC Lions, dann die Spiele mit den GCK Lions und schliesslich der Wechsel zum EHCB mit der sich abzeichnenden Frage, ob du gleich längerfristig im Seeland bleiben wirst. Wie hast du die letzten Wochen erlebt?
Die letzten Wochen waren sehr aufregend und spannend für mich. Es war zugleich aber auch schwierig damit umzugehen, nicht genau zu wissen, wie es weiter gehen wird. Umso mehr freut es mich, wieder definitiv zurück in der National League zu sein und bin sehr happy in Biel.

Der Saisonstart des EHCB verläuft ja bekanntlich nicht wie erwünscht. Wie war es für dich, von aussen zur Mannschaft zu stossen?
Es war sicher nicht der beste Anblick, wenn man die Tabelle angeschaut hat. Die Mannschaft war aber trotzdem sehr motiviert, hungrig und willig die Spiele zu gewinnen.

Wie schätzt du die Leistung des EHCB in den letzten sechs Spielen ein?
Positiv, da trotz einer langen Liste an Verletzten und vielen Wechseln in der Aufstellung die Mannschaft trotzdem gutes Hockey an den Tag gelegt hat. Teilweise spielten wir gutes Hockey, konnten es aber nicht über 60 Minuten durchziehen. Es geht aber wieder bergauf.

Du hast dich vor vier Jahren in einem Interview mit der Newsplattform Watson als „Arschlochspieler“ bezeichnet. Was meinst du damit genau?
Ich bin nicht der Lieblingsgegner auf dem Eis. Da ich den Gegnern stetig unter die Haut gehe und teilweise auch provoziere.

Das obengenannte Schimpfwort und ähnliche hast du wohl mehrmals gehört, als es vor fast zwei Jahren zum bekannten Zusammenstoss mit Joren van Pottelberghe und dessen Knieverletzung gekommen ist. Wie gehst du mit solchen Situationen um? Ist das in der Kabine noch ein Thema gewesen bei deiner Ankunft?
Auf solche Hatekommentare lasse ich mich nicht ein. Ich versuche mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es war ein unglücklicher Zusammenprall mit Joren. Ich bin überhaupt kein Spieler, der anderen mit Absicht einen Schaden zufügen will. Ich habe mich damals bereits mit ihm telefonisch in Verbindung gesetzt und mich bei ihm entschuldigt und war sehr besorgt, wie es ihm geht. Auch einige Wochen später habe ich mich bei ihm über den aktuellen Stand informiert. Bereits am ersten Tag nach meiner Ankunft hatten wir gute Gespräche, tranken Kaffee und assen Lunch zusammen.

Wie siehts eigentlich mit deinem Französisch aus? Bei deinem Vornamen vermutet man ja schon französischsprachige Wurzeln.
Leider sind meine Französischkenntnisse nicht mit meinem Vornamen zu vergleichen. Im Seeland kann ich mein Französisch sicher noch verbessern. ;-)

Kommen wir zurück in die Gegenwart. Was erwartest du von den nächsten Wochen? Was braucht es, damit der EHCB das Feld von hinten aufrollen kann?
Wir müssen unser System über 60 Minuten durchziehen. Kleine Fehler dürfen uns nicht gerade aus dem Konzept bringen. Wir müssen in jedem Spiel und Training hart arbeiten, nur das bringt uns als Team weiter.

Interview: Mirio Woern 

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