Ciao Yanik, herzlich willkommen in Biel! Wie hast du die ersten Wochen auf dem Eis erlebt? War es wirklich so streng, wie es von der Tribüne ausgesehen hat?
Ja, vor allem die erste Woche war sehr streng! Danach gewöhnt man sich immer wie mehr daran und es wird einfacher. ;-)
Aufgrund des frühen Saisonendes bei deinem alten Verein Ambri-Piotta und der langen Saison des EHCB, hast du eine spezielle Vorbereitung gehabt. Wie waren die ersten Monate im Seeland?
Es war sehr speziell. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal eine so lange Pause hatte. Wahrscheinlich noch nie! Die freie Zeit hat natürlich geholfen, den langen Umzug zu bewältigen. Ausserdem bin ich mit meiner Partnerin noch in die Ferien gegangen und habe auch viel Zeit mit Golfen und anderen Hobbys verbracht. Nach 3 Wochen habe ich zudem selbst wieder mit dem Training begonnen, damit ich fit blieb und mich auf das bevorstehende Sommertraining mit dem Team vorbereiten konnte.
Welche Erfahrungen nimmst du aus deiner Zeit im Tessin mit?
Ich habe sehr viele schöne Erfahrungen machen dürfen in Ambri. Vom Persönlichen nehme ich die neuen Freundschaften mit, die ich geschlossen habe und aus sportlicher Sicht natürlich den Sieg am Spengler Cup.
Und wie siehts mit deinem Italienisch aus?
Ich kann sagen, dass ich einmal pro Woche in den Italienischkurs ging. Mehr aber auch nicht. ;-)
Du hast in der Saison 2016/17 in der Swiss League in Visp mit Alexei Kovalev für einige Wochen einen grossen Namen als Mitspieler (und gleichzeitig Manager) gehabt. Wie hast du ihn auf und neben dem Eis erlebt?
Neben dem Eis hatte ich sehr wenig mit ihm zu tun, deshalb kann ich nicht viel zu ihm sagen. Auf dem Eis war er wohl immer noch einer der begnadetsten Stocktechniker, die ich selbst live erlebt habe. Er war nicht mehr der schnellste und lauffreudigste Spieler. Er hat mehrheitlich das Powerplay orchestriert und vor allem im offensiven Drittel mit dem Puck geglänzt.
Wie hat dich Martin Steinegger vom EHCB überzeugen können?
Ich würde sagen, sein Interesse mich zu verpflichten hat gereicht. Biel ist mittlerweile im Schweizer Eishockey seit Jahren eine top Adresse. Natürlich hat es mich, der in Bern aufgewachsen ist, auch gereizt, wieder in die Region zu ziehen. Ausserdem fühlte ich mich nach zwei positiven Jahren in Ambri dazu bereit, mich bei einem grossen Club einer neuen Challenge zu stellen.
Bald stehen die ersten Partien in der Champions Hockey League an. Geht man als Spieler unterschiedlich an CHL-Spiele heran als an Vorbereitungsspiele?
Ja. Bei den CHL-Spielen geht es um etwas. Und als Sportler will man immer gewinnen. Das gilt natürlich auch bei Testspielen, jedoch ist bei diesen Spielen die ganze Vorbereitung und die Atmosphäre eine ganz andere. Ausserdem muss sich das Team in der Vorbereitung erst finden und Sachen ausprobieren, damit man dann bei den Ernstkämpfen optimal vorbereitet und eingestellt ist.
Wie gelegen kommen euch die zwei Spiele im hohen Norden in Schweden eine Woche vor Saisonstart?
Ich denke es hat positive wie auch negative Aspekte. Einerseits ist man schon im Rhythmus der Ernstkämpfe und absolviert Spiele gegen top Mannschaften. Anderseits werden diese Spiele und auch die Reise Energie kosten. Für mich überwiegt allerdings das Positive.
Interview: Mirio Woern
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